



Unsere Geschichte
Wir waren also als Weltenbummler unterwegs. Zuerst jede und jeder für sich. Dann standen wir eines Tages zur selben Zeit am selben Ort. In der Stadt der Freude – Kalkutta. Und so reisten wir zusammen weiter. Zwei Reisende, bildende Künstler, Liebhaber ethnischer Kunst und Hippies im Herzen. Mit Wurzeln in Slowenien und in Australien. Viele Kontinente bereist, viele Wege gegangen, unzählige Lächeln ins Herz geschlossen, jede Menge Schönes gesehen, so manchen Job ausprobiert und unzählige schöne Worte tief in der Seele bewahrt. Aber allzu oft waren unsere Taschen viel zu leer – und es warteten viel zu viele Abenteuer. Und seien wir ehrlich: Jünger wurden wir auch nicht … hier ein kleines Zwicken, da ein kleines Ziepen … Da wurde uns klar: Wir mussten erwachsen werden! Zumindest ein bisschen.
Es war 2010. Der Winter stand vor der Tür. Wir haben all unsere Leidenschaften zusammengelegt – und dazu die Tatsache, dass wir nie eine richtig gute, altmodische, handgestrickte warme Wollmütze finden konnten, so eine, wie unsere Großmütter sie gestrickt haben. Wir kratzten etwas Fantasie und Kreativität zusammen, ließen uns von den Punktmalereien der Aborigines inspirieren, nahmen etwas Garn aus Omas Korb mit Wollresten und fingen an, Mützen zu stricken. Coole Mützen! Warme Mützen! Gar nicht so altmodisch. Ziemlich bunt und richtig groovy. Und so wurde Pashin’ geboren … in den schönen slowenischen Hügeln auf der Sonnenseite der Alpen.
Diese Mützen nahmen wir mit auf die andere Seite der Welt. In die schönen Täler Nepals auf der Sonnenseite des Himalaya. Das einzige Problem: Genau in dem Moment, als unser Flugzeug landete, gingen die Maoisten zum Streik auf die Straße. Eine Weile versteckten wir uns also im Hotel, wo die Rezeptionisten Gewehre unter dem Tresen hatten. Nur für alle Fälle. Und wir holten uns ganz leise Essen in Restaurants mit heruntergelassenen Jalousien und ausgeschaltetem Licht. Mit viel Geduld, Ausdauer und Willenskraft fanden wir schließlich Zugang zu einer wunderbaren tibetischen Familie, die wunderschöne Strickmützen machen kann. Die Maoisten beruhigten sich, die Türen öffneten sich. Und wir machten noch mehr Mützen.
Dann kam der Frühling. Und wir sagten uns: Warum machen wir nicht auch unsere eigenen Hosen? Genau so, wie wir sie haben wollen. Denn auch die richtige Hose hatten wir nie gefunden. Gesagt, getan. Dann brachten wir sie nach Thailand. Dort waren keine Maoisten in Sicht – trotzdem brauchte es einen japanischen Samurai-Schwertmeister, um weitere Hosen zu machen. Genau so, wie wir sie mochten.
Wir haben unseren Kurs festgelegt, unsere Prioritäten geordnet und unsere Ziele vor Augen. Wir stehen zu dem, was uns wichtig ist. Pashin’ kommt von „passionate“ – leidenschaftlich –, und wir haben beschlossen: Wenn wir unserer Leidenschaft folgen, machen wir uns und andere glücklich.
Wir möchten Kleidung schaffen, die man nicht vergisst. Wir wollen nicht langweilig sein, wir wollen inspirieren. Wir wollen nicht farblos sein, wir wollen bunt sein. Wir wollen Menschen nicht ausbeuten, wir wollen Hand in Hand mit ihnen arbeiten. Wir wollen keine billige Synthetikkleidung weiterverkaufen, wir wollen Qualität herstellen. Wir wollen nicht achtlos sein, wir wollen mit Liebe gestalten. Wir wollen nicht gewöhnlich sein, wir wollen originell sein. Wir wollen nicht alles besser wissen, wir wollen zuhören und lernen. Wir wollen nicht nur nehmen, wir wollen etwas zurückgeben. Sie sollen sich in unserer Kleidung nicht gleichgültig fühlen, sondern richtig wohl. Wir wollen kein Geld verdienen … Ähm … Na ja … Okay, ein bisschen Geld wollen wir schon verdienen … Verklagen Sie uns! Aber unsere übrigen Ziele kommen aus tieferen Schichten unserer Seele und sind langfristig.
Kurz gesagt: Wir wollen etwas bewegen.
Also stürzten wir uns in die Welt schöner, origineller, hochwertiger und ethisch einwandfreier Kleidung. Und gerade als wir unseren Kurs gefunden hatten und dachten, wir hätten alles im Griff …
… wurde in den schönen slowenischen Hügeln auf der Sonnenseite der Alpen ein weiterer Schatz geboren. Unsere Tochter. Eine kleine Bestätigung, dass wir tatsächlich ein bisschen erwachsen geworden sind. Und unsere Welt wurde noch größer, bunter und aufregender. Aber das ist eine ganz andere Geschichte!
Sagen wir einfach: Jetzt sind wir zu dritt und wollen etwas bewegen …